LT
Little Tree
Feb 19, 2026
RUNDUM ÜBERZEUGT SEIT VIELEN JAHREN
Ich durfte das regionale Alterszentrum Tannzapfenland über mehrere Jahre mit meinen Angehörigen im Pflegeheim und der Wohngruppe kennenlernen und bin bis heute von der Qualität der Betreuung beeindruckt.
Was mich immer wieder erstaunt, ist die Verbindung aus fachlicher Kompetenz und echter Herzlichkeit. Man spürt sofort, dass die Mitarbeitenden ihren Beruf mit Leidenschaft ausüben.
Besonders schätze ich die aktive und offene Kommunikation mit den Angehörigen. Rückmeldungen werden eingeholt und ernst genommen. Für mich als berufstätiger Angehöriger ist es zudem sehr wertvoll zu wissen, dass ich mich darauf verlassen kann, sofort informiert zu werden, wenn es meinen Angehörigen nicht gut geht.
Auch die Lebensqualität im Zentrum überzeugt. Es gibt frisch gekochtes, abwechslungsreiches Essen, gepflegte und saubere Räume, liebevolle saisonale Dekoration und einen grossen Garten mit Tiergehegen. Diese laden zu einem Spaziergang ein.
Dem gesamten Tannzapfenland-Team danke ich von Herzen für die konstruktive Zusammenarbeit. Wer einen würdevollen und liebevollen Platz für seine Angehörigen sucht, ist hier in besten Händen. Verdiente 5 von 5 Sternen.
MK
Matthias Krause
Sep 8, 2025
Meine Mutter lebt seit mehreren Monaten im RAT. Was wir als Angehörige seither erleben, ist nicht nur enttäuschend, sondern wirft gravierende Fragen zur Qualitätssicherung und zu den Pflichten der Institution auf.
Medikamentöse Behandlung / ärztliche Verantwortung:
Bereits zu Beginn erfolgte eine sehr hohe Dosierung von Medikamenten, mit klar erkennbaren kognitiven Einbussen. Ob die anhaltende Verschlechterung dem Krankheitsverlauf oder einer fehlerhaften Medikation zuzuschreiben ist, bleibt unklar – obwohl eine Vollmacht besteht, werden wir als Angehörige systematisch nicht informiert. Sämtliche Anpassungen oder Beobachtungen sind regelmässig „untergegangen“ – bis heute gibt es kein einziges Beispiel, in dem eine rechtzeitige und vollständige Information tatsächlich funktioniert hätte. Es kam uns dabei oft so vor, als ob die Medikation vor allem der Sedierung dienen sollte – ein Mittel, um mit Überforderung und Personalmangel umzugehen, anstatt eine fachgerechte Behandlung sicherzustellen.
Hinzu kommt, dass die Verantwortung regelmässig auf den Heimarzt abgeschoben wird. Dieser erscheint jedoch lediglich etwa alle sechs Monate, verbringt dann wenige Minuten mit dem Patienten und vermittelt den Eindruck, er würde die Person seit Langem kennen. Eine kontinuierliche ärztliche Begleitung sieht anders aus. Dass sich das Heim hinter diesem Minimalaufwand „verschanzt“, ist aus fachlicher und rechtlicher Sicht unhaltbar. Eine Einrichtung trägt die Pflicht zur laufenden Überprüfung der Medikation und deren Nebenwirkungen – unabhängig davon, wie häufig der Arzt tatsächlich persönlich vor Ort ist.
Pflegequalität / Betreuungspflicht:
Immer wieder wird mangelnde Pflege oder verzögerte Betreuung mit „Personalmangel“ begründet. Doch Personalmangel entbindet eine Institution nicht von ihrer gesetzlichen Pflicht zur angemessenen Pflege. Versäumnisse bei Körperpflege, Kleidung oder Alltagsbetreuung können in diesem Kontext durchaus als Verletzung der Betreuungs- und Fürsorgepflicht gewertet werden. Hinzu kommt: Klingeln im Zimmer bedeuten oft eine Wartezeit von mindestens 15 Minuten, bis jemand erscheint.
Personalqualifikation / Fachstandard:
Zwar gibt es Mitarbeitende, die mit Empathie und Professionalität arbeiten. Gleichzeitig fällt auf, dass ein Teil des Personals weder fachlich noch menschlich den Anforderungen der Langzeitpflege gerecht wird. Häufig sieht man, dass Angestellte lieber zusammen herumstehen und miteinander schwafeln, während Bewohner warten. Ein Heim hat die Verantwortung, durch Auswahl und Anleitung sicherzustellen, dass sämtliche Mitarbeitende mindestens den anerkannten Pflegestandard erfüllen.
Kommunikation / Transparenzpflicht:
Angehörige erhalten wiederholt vage Zusagen („wir gehen der Sache nach“), jedoch keine substanzielle Rückmeldung. Selbst bei bestehenden Vollmachten werden Informationen nicht weitergegeben. Diese fehlende Transparenz verstösst gegen das berechtigte Informationsinteresse der Angehörigen und untergräbt das Vertrauen in die Einrichtung. Hinzu kommt das bedrückende Gefühl, dass Kritik negative Folgen für die Bewohner haben könnte – ein Zustand, der in einem geschützten Wohn- und Pflegeumfeld inakzeptabel ist. Sowohl Angehörige als auch die Bewohner selbst sind damit faktisch ausgeliefert: ohne Kontrolle, ohne Einblick und mit permanenter Sorge um die Wahrung von Würde und Respekt.
Pflegeheime tragen Verantwortung für die verletzlichsten Menschen in unserer Gesellschaft. Diese Verantwortung lässt sich weder relativieren noch auf „zu wenig Personal“ abwälzen. Hier besteht akuter Handlungsbedarf auf Leitungsebene. Bis dahin bleiben Bewohner und Angehörige in diesem Heim einem System ausgeliefert, das Transparenz und Menschenwürde nicht ausreichend gewährleistet.