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Olgkera Ntiso
Jun 16, 2026
Meine Erfahrung mit dem Bürgerspital Solothurn und Dr. Stefan Mohr
Ich schreibe diese Bewertung nicht aus Wut, sondern nach mehr als einem Jahr voller Leid, Unsicherheit, drei Operationen, unzähligen Untersuchungen und einer Erfahrung, die mein Leben und das Leben meiner Familie nachhaltig verändert hat.
Ich habe mein viertes Kind im Bürgerspital Solothurn zur Welt gebracht. Der Arzt, der mich während dieser gesamten Zeit betreut und alle Eingriffe durchgeführt hat, war Dr. Stefan Mohr. Ich habe ihm vertraut, weil er meine gesamte Vorgeschichte kannte und ich davon ausging, dass ich bei ihm in guten Händen bin.
Wenige Wochen nach der Geburt fühlte ich mich körperlich nicht wohl. Bei einer Untersuchung wurde festgestellt, dass sich noch Plazentareste in meiner Gebärmutter befanden. Etwa 20 Tage nach der Geburt musste ich deshalb operiert werden.
Während dieser Operation erlitt ich einen Blutverlust von ungefähr einem Liter. Trotzdem wurde mir mitgeteilt, dass alles erfolgreich verlaufen sei und das Problem vollständig behoben worden wäre.
Doch das war nicht der Fall.
Ich litt weiterhin unter Blutungen, Schwäche, Erschöpfung und einer enormen psychischen Belastung. Weil ich spürte, dass etwas nicht stimmte, suchte ich weitere Meinungen bei privaten Fachärzten in der Schweiz sowie in England ein. Dort wurde mir gesagt, dass sich weiterhin Plazentagewebe in meiner Gebärmutter befand und zudem ein Problem an der Kaiserschnittnarbe bestand.
Trotzdem wurde mir im Bürgerspital Solothurn immer wieder versichert, dass alles in Ordnung sei.
Die Folge waren weitere Untersuchungen und schliesslich weitere Operationen. Während dieser gesamten Zeit habe ich mehrfach und ausdrücklich erklärt, dass ich keine Entfernung meiner Gebärmutter wünsche. Ich war damals erst 36 Jahre alt. Mein Wunsch war klar: Das verbliebene Gewebe sollte entfernt und die Narbe des Kaiserschnitts korrigiert werden.
Am 15. April wurde die letzte Operation durchgeführt. Wieder wurde mir gesagt, dass alles gut verlaufen sei.
Etwa zwei Monate später erschien ich zur Nachkontrolle. Dort erklärte ich, dass ich seit der Operation keine Menstruation mehr hatte. Zu meinem Schock wurde mir erstmals mitgeteilt, dass bei der Operation eine Endometriumresektion durchgeführt worden sei und ich deshalb keine Periode mehr haben würde.
Ich war sprachlos.
Dies war nicht das, was ich verstanden hatte. Es war nicht das, was ich glaubte, dass durchgeführt werden würde. Es war nicht das, wozu ich nach meinem Verständnis meine Zustimmung gegeben hatte.
Was mich jedoch am meisten verletzt hat, war nicht nur das medizinische Ergebnis, sondern die mangelnde Kommunikation. Über Monate hinweg hatte ich das Gefühl, keine klaren Antworten auf meine Fragen zu erhalten. Meine Sorgen wurden aus meiner Sicht nicht ernst genommen, und häufig musste ich Antworten bei anderen Ärzten suchen, weil ich sie dort, wo ich behandelt wurde, nicht bekam.
Anstatt die ersten Monate mit meinem neugeborenen Sohn zu geniessen, verbrachte ich meine Zeit in Krankenhäusern, Arztpraxen und Operationssälen. Ich bin Mutter von vier Kindern. Diese Zeit hätte meiner Familie gehören sollen. Stattdessen war sie geprägt von Angst, Unsicherheit, gesundheitlichen Problemen und psychischer Belastung.
Auch mein Berufsleben wurde dadurch erheblich beeinträchtigt. Mein gesamter Alltag drehte sich nur noch um Untersuchungen, Arzttermine und Operationen.
Heute habe ich kein Vertrauen mehr in die Art und Weise, wie mein Fall behandelt wurde.
Ich habe sämtliche medizinischen Unterlagen angefordert, Stellungnahmen anderer Fachärzte eingeholt und werde alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, damit der gesamte Verlauf meines Falles vollständig und unabhängig geprüft wird.
“Der Fall wird derzeit rechtlich geprüft und ich habe sämtliche medizinischen Unterlagen angefordert.”
Ich hoffe von Herzen, dass keine andere Frau nach einer Geburt erleben muss, was ich und meine Familie in diesem letzten Jahr durchmachen mussten.