Ich finde es sehr schade, was letzte Woche passiert ist.
Meine Tochter hat grosse Mühe damit, fremde Menschen anzusprechen. Trotzdem hat sie sich überwunden und nach einem Pflaster für ihr aufgeschürftes, blutendes Knie gefragt. Ihr wurde gesagt, dass das Pflaster 1.85 Franken kostet. Leider hatte sie nur 1.35 Franken dabei.
Dass man ihr wegen der fehlenden 50 Rappen kein Pflaster geben konnte, finde ich persönlich sehr enttäuschend, gerade weil es sich um ein Kind mit einer offenen und blutenden Schürfwunde gehandelt hat.
Man hätte meiner Meinung nach auch etwas kulanter reagieren können. Zum Beispiel hätte man ihr das Pflaster geben und ihr anbieten können, die fehlenden 50 Rappen am nächsten Tag vorbeizubringen. Es ging schliesslich nicht darum, etwas zu kaufen, das sie unbedingt haben wollte, sondern darum, ihr in diesem Moment bei einer Verletzung zu helfen.
Gerade bei Kindern finde ich es wichtig, ein wenig Menschlichkeit und Verständnis zu zeigen. Meine Tochter hatte den Mut, um Hilfe zu bitten, und kam letztendlich trotzdem mit einem blutenden Knie nach Hause.
Ich hoffe sehr, dass man in einer solchen Situation zukünftig etwas mehr Kulanz zeigen kann.