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Simone Fabio Holenstein
Apr 22, 2026
Ich habe diese Rezension eigentlich nie schreiben wollen. Nachdem ich die Praxis jedoch per E-Mail kontaktiert habe – unter anderem wegen der Problematik mit den Malarone-Tabletten – und bis heute keine Antwort erhalten habe, sehe ich mich leider gezwungen, diesen Weg zu gehen.
Ich habe zwar meine Termine per E-Mail storniert, dennoch hätte ich zumindest eine Rückmeldung oder Stellungnahme erwartet. Komplett ignoriert zu werden, ist für mich kein akzeptabler Umgang mit Patienten.
Ich habe dieser Praxis ursprünglich vertraut, bis ich gemerkt habe, wie schlecht Organisation und Kommunikation wirklich sind.
Bereits beim ersten behandelnden Arzt hatten wir ein sehr ungutes Gefühl. Er wirkte extrem gestresst und unruhig. Während wir im Behandlungszimmer waren, kam eine Assistentin kurz rein, um etwas zu fragen – sie wurde daraufhin vor uns deutlich zurechtgewiesen. Kurz darauf klingelte das Telefon, er nahm ab und legte den Hörer anschliessend aggressiv wieder auf. Dieses Verhalten war alles andere als professionell und hat das Vertrauen von Anfang an beeinträchtigt.
Dr. Kern hingegen hat uns später gut behandelt, das möchte ich fairerweise erwähnen. Die Probleme beziehen sich klar auf den vorherigen Arzt sowie die Organisation der Praxis.
Auch bei der Impfung lief es chaotisch ab. Im Nachgang wurde mir mitgeteilt, dass bei meiner Impfung offenbar ein Fehler passiert ist und der Wirkstoff nicht korrekt verabreicht wurde. Das ist für mich absolut inakzeptabel – hier geht es um meine Gesundheit.
Im Zusammenhang mit unserer Thailand-Reise wurden uns dann Malarone-Tabletten abgegeben, ohne dass überhaupt abgeklärt wurde, wie lange wir reisen. Resultat: Zwei Tage vor Abflug stellen wir fest, dass die Menge für unsere dreiwöchige Reise komplett unzureichend ist.
Noch unverständlicher ist für mich, dass wir nie gefragt wurden, wie lange unsere Reise dauert. Solche grundlegenden Informationen sollten aktiv durch die Praxis abgeklärt werden und nicht vom Patienten vorausgesetzt werden.
Und genau hier stellt sich für mich eine ganz klare Frage:
Was wäre gewesen, wenn wir in ein tatsächliches Risikogebiet gereist wären – mit zu wenig Tabletten? Wer hätte in diesem Fall die Verantwortung übernommen?
Zusätzlich wurde uns in der Apotheke mehrfach gesagt, dass für Koh Samui ein sehr geringes Malaria-Risiko besteht und in vielen Fällen gar keine Prophylaxe notwendig ist. Umso weniger verstehe ich, weshalb uns überhaupt eine solche Medikation ohne klare Aufklärung und ohne vollständige Bedarfsermittlung abgegeben wurde.
Das Ganze zeigt für mich ein klares Problem: fehlende Sorgfalt und mangelnde Kommunikation. Man verlässt sich hier als Patient auf Fachpersonen – und wird am Ende allein gelassen.
Positiv erwähnen möchte ich dennoch die jungen Arztassistentinnen – diese waren stets freundlich und sehr bemüht, danke dafür!
Ich habe meinen Termin abgesagt und werde mir definitiv einen neuen Hausarzt suchen.