Wir waren gestern spontane Gäste, als wir beim vorbeifahren diese tolle Aussicht sahen. Um 14 Uhr gingen wir ins Restaurant und baten um zwei Plätze im Aussenbereich. Daraufhin wurden wir gefragt, ob wir auch etwas essen möchten. Wir antworteten: „Ja, gerne.“ Da schrie eine Person hinter der Service-Dame: „Äs isch zwei gsi!“
Wir wussten nicht, ob das an uns gerichtet war. Man drückte uns zwei Karten in die Hände, und wir gingen nach draussen, wo wir feststellen mussten, dass es nur die Karte für kalte Speisen war. Als die Service-Dame kam, fragten wir, ob wir trotz geschlossener warmer Küche noch eine Portion Pommes haben könnten. Sie antwortete energisch: „Äs isch zwei gsi, es git nüt meh.“ Ich schaute auf meinen Handybildschirm – es war 14:03 Uhr (das hat die Service-Dame auch gesehen).
Danach bediente uns jemand anderes und brachte uns unseren Salat, der sehr lecker war. Leider wurde unsere Idylle im wunderschönen Aussenbereich von einem privaten Telefonat einer Serviceangestellten gestört, die offenbar einige private Dinge zu klären hatte.
Da ich selbst einmal im Service gearbeitet habe, verstehe ich, dass die warme Küche nur bis 14 Uhr geöffnet ist (auch wenn wir das online nirgendwo gesehen haben). Jedoch wäre die Fritteuse für eine Portion Pommes um 14:03 Uhr garantiert noch warm genug gewesen. Spontane Gäste, die nicht aus der Region kommen und mit dieser 14-Uhr-Regel nicht vertraut sind, könnte man trotzdem freundlich und zuvorkommend bedienen.
Wir gaben kein Trinkgeld. Als Schweizerin schäme ich mich leider für ein solch „urchiges“ beziehungsweise, bünzlihaftes Verhalten gewisser Schweizer*innen in unserem wunderschönen Land. Leider ist es so, dass ich als ehemalige Serviceangestellte genau weiss, dass es möglich gewesen wäre – hätte man spontane Gäste nötig. Doch es scheint, der Laden läuft auch ohne uns.