Ich möchte mich über ein Erlebnis in Ihrer Apotheke beschweren, das mich heute Abend sehr enttäuscht und ehrlich gesagt auch schockiert hat.
Ich bin Diabetiker und auf eine Insulinpumpe angewiesen. Heute bemerkte ich leider zu spät, dass ich zu Hause kein Insulin mehr hatte. Da meine Stammapotheke bereits geschlossen war, rief ich vorgängig bei Ihnen an und erkundigte mich, ob das von mir benötigte Insulin bei Ihnen verfügbar sei. Nachdem mir dies bestätigt wurde, machte ich mich auf den Weg zu Ihrer Apotheke.
Vor Ort erklärte ich, dass ich das Insulin für meine Insulinpumpe benötige und aktuell kein Rezept dabeihabe. Ich bot ausdrücklich an, das Rezept bereits am nächsten Tag nachzureichen. Ebenso hätte man bei meiner Stammapotheke Rücksprache halten können, um meine bestehende Medikation zu bestätigen.
Mir wurde daraufhin mitgeteilt, dass ich eine zusätzliche Taxe von CHF 25.– bezahlen und das Insulin vollständig selbst bezahlen müsse, da man keine Vorbezüge mache.
Mir ist durchaus bewusst, dass Insulin ein verschreibungspflichtiges Medikament ist und eine Apotheke gesetzliche Vorgaben einhalten muss. Was mich jedoch sehr gestört hat, war die Art und Weise, wie mit der Situation umgegangen wurde.
Es ging nicht um ein beliebiges Medikament oder eine Frage des Komforts. Ich benötigte lediglich eine Ampulle zur Überbrückung für meine Insulinpumpe, weil meine Stammapotheke bereits geschlossen war. Ich hatte zudem vorher angerufen und verschiedene Möglichkeiten angeboten, meine Dauermedikation zu überprüfen beziehungsweise das Rezept nachzureichen.
Gerade von einer Apotheke erwarte ich in einer solchen Situation, dass zumindest versucht wird, gemeinsam mit dem Patienten eine sichere und praktikable Lösung zu finden. Stattdessen hatte ich den Eindruck, mit meinem Anliegen abgefertigt zu werden. Ich fühlte mich als Patient mit einer chronischen Erkrankung nicht ernst genommen.
Besonders enttäuschend finde ich dies, weil ich Ihre Apotheke bereits in der Vergangenheit aufgrund des Auftretens einzelner Mitarbeitender eher gemieden habe. Das heutige Erlebnis hat diesen Eindruck leider nochmals verstärkt.
Ich möchte ausdrücklich keine Sonderbehandlung verlangen. Ich erwarte jedoch einen respektvollen und lösungsorientierten Umgang mit Patienten – insbesondere wenn es um ein lebensnotwendiges Medikament wie Insulin und die Versorgung einer Insulinpumpe geht.
Ich bitte Sie deshalb um eine Stellungnahme, weshalb in dieser Situation keine andere Lösung angeboten beziehungsweise geprüft wurde.